WHG Rahn

Seit 60 Jahren ist der Wärme- und Haustechnikbetrieb WHG Rahn dynamisch unterwegs, immer im Vorwärtsgang, gleichauf mit dem neusten Stand der Technik und den Marktentwicklungen immer eine Nasenlänge voraus. Dem Familienunternehmen gelingt es immer wieder, seine stabile Position am Markt kontinuierlich weiter zu entwickeln. Während der Fachkräftemangel in Deutschland und in unserer Region nach wie vor ein zentrales Thema ist, wird das Unternehmen rund um Jörg und Klaus Rahn durch gezielte Aktivitäten in Sachen Nachwuchsförderung davon nicht berührt.

„Durch Teilnahme an Infoveranstaltungen, Kooperationen mit Schulen oder Hochschulen sprechen wir den Nachwuchs gezielt an. Wir kommunizieren hier, dass junge Mitarbeiter bei uns Chancen bekommen“, erklärt Geschäftsführer Jörg Rahn. Diese könnten früh Verantwortung erhalten und so ihre Kompetenzen voll entfalten – „das gilt für bereits fachlich ausgebildete Kräfte, aber auch für junge Menschen, die wir selbst in unserem Unternehmen ausbilden“, so Rahn. Aufgrund der „relativen“ Größe des Betriebs gebe es außerdem unterschiedliche Berufswege, die beschritten und unter Umständen individuell gestaltet werden könnten. „Auch das ist ein Vorteil, mit dem wir bei jungen Menschen punkten können“, ist sich der Geschäftsführer sicher. Für ihn liegen die Ursachen des viel diskutierten Fachkräftemangels auf der Hand: „Bereits im Schulunterricht könnte mehr Interesse und Begeisterung für technische Berufe geweckt werden, damit zum Beispiel auch junge Frauen in diesem Bereich eine Zukunft sehen. Mitarbeiter im Unternehmen zu halten ist außerdem eine unternehmerische Querschnittsaufgabe, die in vielen Betrieben, in denen man sich ausschließlich ums Kerngeschäft kümmert, vernachlässigt wird“, meint Rahn. Pro Fachkraft mache darauf aufmerksam.

Doch was wäre, wenn der Fachkräftemangel im Standort selbst durch Defizite begründet wäre? „Die Verkehrsanbindung der Stadt Pirmasens sowie der Region Südwestpfalz war in der Vergangenheit unbequem, wird allerdings durch den Ausbau der B 10 nun verbessert. Eine teilweise erlahmte Konjunktur in Folge des Verlustes zahlreicher Arbeitsplätze im Bereich der Schuhindustrie und der Dienstleistungen für die ehemals dort stationierten US-Streitkräfte, ist in Pirmasens spürbar. Desto wichtiger sind verlässliche und stabile Arbeitgeber, zu denen auch wir zu rechnen sind“, sagt der Pirmasenser Unternehmer, für den die Stärken des Standorts Pirmasens klar hervorzuheben sind. So böte die Stadt, eingebettet in die „reizvolle“ Umgebung des Naturparks Pfälzerwald/Nordvogesen sowohl Naherholung als auch Wohnen „im Grünen“. Im Stadtbereich gebe es weiterhin Kindergärten, Schulen aller Schulformen sowie verschiedenste Einkaufsmöglichkeiten. Ein weiterer Pluspunkt seien vergleichsweise niedrige Mieten und Lebenshaltungskosten. Ebenso „gut aufgestellt“ sei die Fachhochschule auf der Husterhöhe, die durch ihr Angebot junge Menschen für die Region gewänne.

Da das Unternehmen wachsen, dazulernen und sich stetig verbessern möchte, hat es an der Pro-Fachkraft-Zertifizierung teilgenommen. „Wir lenken unseren Blick nicht nur nach außen, wo wir stets nach Fortbildung im Technologiebereich streben, um für unsere Kunden optimale Anlagen installieren zu können, sondern auch nach innen. Ebenso wichtig wie die Kundenzufriedenheit, ist die Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn die WHG Rahn besteht zu 100 Prozent aus ihren Mitarbeitern, die Mitarbeiter aber nicht zu 100 Prozent aus der WHG Rahn! Das Angebot in der Pilotphase der Evaluierung von Pro Fachkraft teilzunehmen haben wir deshalb gern angenommen“, so Rahn. Durch das positive Feedback durch Pro Fachkraft fühle man sich auf seinem Weg bestätigt, ein wichtiger Effekt sei dabei ebenfalls entstanden: Der bewusste Dialog über Mitarbeiterfreundlichkeit.

Auszubilden ist für die WHG Rahn eine zentrale Aufgabe. 90 Prozent der Beschäftigten stammen aus dem eigenen Betrieb. „Derzeit befinden sich 20 Lehrlinge, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie ein Technischer Zeichner und ein Bürokaufmann bei uns in Ausbildung. Zudem sind wir regelmäßig auf Ausbildungsmessen und Berufsinformations-Veranstaltungen in Schulen vertreten“, erklärt Jörg Rahn. Das Unternehmen präsentiere beispielsweise den Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik auf der jährlichen Berufsinformationsbörse (BIB) in Pirmasens und beteilige sich an den Berufsinformationstagen, die in den Schulen der Region veranstaltet werden. Dort zeigten WHG Rahn Mitarbeiter ganz praktisch, worum es bei dem Berufsbild gehe. Auch bei den sogenannten „Boss-Aktionstagen“, schulischen Übungsstunden, in denen eine Bewerbungssituation durchgespielt wird, ist die WHG Rahn dabei. „Die Ausbildungsaktivitäten des Unternehmens werden sinnvoll ergänzt, indem auch Studentinnen und Studenten mit akademischen Ambitionen bei uns ausgebildet werden. Möglich ist sowohl ein ausbildungs- als auch ein praxisintegrierendes Duales Studium der Versorgungstechnik. Derzeit haben wir hier eine Kooperation mit der Hochschule Trier“, führt der Geschäftsführer weiter aus.

Am 31. Juli 1957 wurde das Unternehmen WHG Rahn als „Wärme- und Haustechnik GmbH” in Pirmasens durch Erich Rahn gegründet und wird heute in zweiter und dritter Generation durch Klaus und Jörg Rahn geführt.
 Seit der Firmengründung ist es das Ziel der WHG Rahn, sich an neuesten technischen Entwicklungen zu orientieren und diese mit den über Jahre gesammelten Erfahrungen sinnvoll in die Gebäudeversorgung einzubinden.
 Um den wachsenden Ansprüchen an die Branche gerecht zu werden, hat die WHG Rahn im Laufe der Jahre stetig neue Arbeitsbereiche der Haus- und Klimatechnik in ihr Angebotsspektrum aufgenommen. Zum ursprünglichen Kerngeschäft Heizungsbau kamen Sanitär- und Bäderbau sowie Kälte- und Elektrotechnik hinzu – Wärme, Wasser, Klima.
 „In den vergangenen 60 Jahren ist es uns gelungen, behutsam zu wachsen, und im Wachstum den hohen Qualitätsstandart unserer Leistungen zu bewahren“, erklärt Jörg Rahn dazu. Die WHG Rahn beschäftigt derzeit 100 Mitarbeiter, zu denen Bürokaufleute, Technische Zeichner, Techniker Elektriker, Monteure und Ingenieure gehören.

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